Oktober 03, 2019 3 Lesedauer

Schon lange freut sich unsere Guest-Bloggerin Jules auf diese Tour und endlich geht es los: 2 Tage Trailrunning mit 56km und fast 3000hm. Sie hat sich einen wunderschönen und anspruchsvollen Rundweg im Karwendel herausgesucht - perfekt für eine Trailrunning Hüttentour. Mit auf die Tour kommt Haferpower in Form von Flapjacks. Viel Freude beim Lesen ihr Lieben! 

 

Der Abend zuvor: Verpflegungsbacken

Flapjacks…? Was ist das denn…? Flapjacks sind typisch britische Haferflocken-Riegel, die cremig, kernig und süß zugleich sind. Mit nur 5 Zutaten und 35 Minuten Zubereitungszeit sind Flapjacks auch noch einfach und schnell zubereitet. Das Rezept findet ihr hier. Ich hatte leider nur noch 200g Butter zu Hause und habe einfach eine weiche Banane mit in den Teig gematscht. Dazu noch 1 EL Chiasamen für den Crunch. Wunderbar. Nachdem die Flapjacks abgekühlt sind, habe ich sie in das zuvor benutzte Backpapier gewickelt und über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt.

 

Am Morgen der Tour: Haferpower Loading

Bevor es losgeht, lade ich erst einmal Energie. Denn ohne Energie ist so eine Tour nicht zu schaffen. Also gibt es zum Frühstück Haferpower in Form von Overnight Oats. Das schöne an Overnight Oats: Sie quellen über Nacht in der Schüssel und liegen am nächsten Tag nicht im Magen. So entstehen keinen Beschwerden beim Laufen. Ich habe mir 3Bears Porridge Zimtiger Apfel in Hafermilch mit Mandel eingeweicht. Dazu noch Obst, Saaten oder Nüsse für gesunde Fette und Kohlenhydrate. Meine heutige Wahl fiel auf geröstete Sonnenblumenkerne und karamellisierten Apfel mit Ahornsirup. Sonnenblumenkerne sind kleine Wunderwerke - sie liefern viel Eiweiß (19g pro 100g) und Magnesium (420mg pro 100g) und sind damit perfekt für die Muskeln.

 


Los geht’s: Das Karwendel wartet

Ab München sind es etwa 100km bis nach Hinterriss und schon die Strecke über den Sylvensteinspeicher lässt meine Augen leuchten. Auch wenn ich schon x mal am Speichersee war, halte ich immer wieder gern an der Faller-Klamm-Brücke an und genieße die Aussicht über das türkise Wasser. Kurz danach bin ich im Johannistal, einige Minuten nach Hinterriss, angekommen. Hier startet meine Trailrunning Tour.

 

Am Johannisbach entlang, geht es erst zum kleinen Ahornboden, dann hinauf zur Falkenhütte (bis Anfang 2020 geschlossen) und schließlich hinunter zur "Die Eng". Hier mache ich Pause und lade Haferpower nach. Die Flapjacks schmecken fabelhaft.


Weiter geht es zur Lamsenjochhütte, meinem Ziel für heute. Die Lamsenjochhütte liegt spektakulär unterhalb der Lamsenspitze und mitten im Naturpark Karwendel. Wer etwas Glück hat, kann von der Hüttenterasse sogar Steinböcke beobachten. Ich hatte heute leider kein Glück, denn es war so nebelig, dass ich selbst die Hütte nur in Umrissen wahrnehmen konnte. Ganze 23km und 1664hm habe ich heute geschafft. Damit geht es auch früh ins Bett, denn am nächsten Tag steht die längere Etappe an.



Weiter geht’s: Heute mit Aussicht

Schön, wenn der Hüttenwirt das perfekte Frühstück trifft. Es gibt Birchermüsli, was eigentlich die Urform der Overnight Oats ist. Haferpower mit Joghurt, geriebenem Apfel und Haselnüssen. Besser kann der frühe Tag nicht starten. Und er startet wirklich früh. Um 6:30 Uhr geht mein Wecker und um 8 Uhr geht es schon weiter. Heute ohne Nebel, dafür mit viel Sonne.


Mein Weg führt mich erst durch das Falzthurntal, dann entlang des Pletzachbachs hinauf zur Plumsjochütte. Während die ersten 13km nur so rollen, ist der Aufstieg zur Hütte steil und fordernd. Oben angekommen, lege ich eine ausführliche Pause ein - inklusive Flapjacks und Schorle - und genieße die Aussicht hinab ins Risstal. Mit Haferpower gestärkt geht es weiter.

 

Unterhalb des Satteljochs entlang, über den Kesserboden und wieder hinab ins Tal. Die letzten von 33km Kilometer, führen mich entlang des Rissbachs, der türkis und frisch (ja, er ist wirklich richtig frisch) durchs Tal sprudelt.
 


Angekommen: Bis zum nächsten mal Karwendel

Man sagt, „Die schönste Zeit vergeht immer am schnellsten“. Ja, unglaublich aber wahr, wie schnell diese zwei Tage vergangen sind. Das Karwendel gehört mit seinen ruhigen, nicht überlaufenen Tälern und den spektakulären Aussichten zu meinen absoluten Lieblingsregionen. Es gibt viele Touren, die ich schon gemacht habe und viele, die noch auf meiner Liste stehen. Torscharte, Schafreiter und Reiterspitze gehören zu den ersteren und ich kann sie alle empfehlen. Jetzt haben meine müden Beine erstmal eine Pause verdient, die Badewanne steht deswegen ganz oben auf der Liste. Zum Glück habe ich im Auto noch einen zweiten Beutel Flapjacks deponiert und komme so ohne knurrenden Magen wieder in München an.

Alles Liebe, Jules 

 

Über die Gastautorin

Jules von  eatrunhike.de ist Trailrunner, Outdoor-Lover und Foodie. Als ATRA geprüfter Trailguide & Coach verbringt sie viel Zeit in den Bergen und nimmt am liebsten selbstgemachte Snacks und Leckereien mit. Wir finden, irgendwie die perfekte Kombination um für euch zu schreiben. 

 

 

 


Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.