Januar 04, 2022 5 Lesedauer

In den meisten Städten kommt man aktuell nicht an den Veganuary Werbeplakaten vorbei. Im Supermarkt gibt's vegane Specials so weit das Auge reicht und ein Kollege erzählt beim Lunch, dass er sich im Januar pflanzenbasiert ernährt. Kurzum, Veganuary ist in aller Munde. Hast du auch schon mal darüber nachgedacht, teilzunehmen? Vielleicht weißt du aber nicht so recht, wie du durchstarten sollst. Oder vielleicht denkst du dir nur, Veganu... was? Hier haben wir dir zusammengefasst, um was es geht, warum es sich lohnt, mitzumachen und wie man am besten vegan ins neue Jahr startet. Mit unserem Guide (und Porridge) klappt’s ganz easy mit dem Veganuary.

Frau mit Kale

Veganu... was?

Wie ihr euch wahrscheinlich eh schon denkt: Vegan + January = Veganuary. Wir wollten es trotzdem nochmal gesagt haben. You know, just in case. Veganuary, eine gemeinnützige Organisation aus England, ermutigt Menschen, im Monat Januar eine vegane Ernährung auszuprobieren. Das bedeutet, vollkommen auf tierische Produkte zu verzichten wie beispielsweise Fleisch, Käse, Eier und Kuhmilch.

Alleine im letzten Jahr haben sich weltweit mehr als eine halbe Million Menschen aus 209 Ländern für die Challenge angemeldet. Durch Hilfestellungen wie Tipps und Rezepte sollen die Teilnehmenden merken, dass eine pflanzenbasierte Ernährung gar nicht so schwer ist, wie man sich das manchmal vorstellt. Im Idealfall sind die Newbie-Veganer*innen sogar so begeistert, dass sie auch über den Monat hinaus teilweise oder sogar komplett auf eine pflanzenbasierte Ernährung umstellen.

Etliche Prominente wie beispielsweise Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke, TikTok-Superstar und Unternehmerin Tabitha Brown oder Musiker Paul McCartney unterstützen die Challenge.

Darüber hinaus launchen auch immer mehr Unternehmen im Januar vegane Specials. Allein im letzten Jahr wurden mehr als 825 neue vegane Produkte und Menüs für Veganuary auf den Markt gebracht. Zahlreiche Unternehmen promoten die Challenge auch im Office. Auch wir bei 3Bears unterstützen die Initiative und mehr als die Hälfte unseres Teams startet plant-based ins neue Jahr.

Hafer – das ideale Lebensmittel für Veganer*innen

Man könnte natürlich auch den gesamten Monat einfach nur Pommes mit Ketchup essen und würden genauso erfolgreich an der Challenge teilnehmen. Vegan heißt also nicht per se gesund. Achtet man aber darauf, hauptsächlich vollwertige pflanzliche Lebensmittel zu konsumieren, kann eine vegane Ernährung absolut gesundheitsfördernd sein. Denn sie stecken voller komplexer Kohlenhydrate, Ballaststoffe und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Problematische Inhaltsstoffe wie Cholesterin oder gesättigte Fettsäuren sind in pflanzlichen Produkten nicht oder nur in geringen Mengen enthalten.

Wenn es um ausgewogene vegane Ernährung geht, ist die Haferflocke ganz vorne mit dabei. Die Inhaltsstoffe der Haferflocken arbeiten Hand in Hand, um die Verdauung in Schwung zu bringen. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant und sorgt so für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Der hohe Anteil an Zink, Magensium, Eisen und pflanzlichem Eiweiß macht Hafer zum idealen Food für Veganer*innen. 

Als Veganer*in sollte man darauf achten, ausreichend zu essen und auf seinen Körper zu hören. Denn vollwertige pflanzliche Lebensmittel haben im Durchschnitt eine geringere Kaloriendichte im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln. Unverarbeitete pflanzliche Nahrungsmittel sind beispielsweise Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Nüsse.

Sein wir uns aber mal ehrlich. Tüte auf, umrühren, genießen – mit unserem Porridge war Veganuary noch nie so einfach. Alle 3Bears Produkte sind vegan und angerührt mit Pflanzendrink kannst du direkt gesund in den Tag starten.

Wir haben dir hier noch einige unkomplizierte Lieblingsrezepte zusammengestellt:
Herzhaftes Spinat Porridge 
Schoko Pancakes 
Hafer Superfood Bowl 
Chocolate Lover Bowl
Herzhaftes Porridge mit Pesto Topping
Hummus
Matcha-Kokos Overnight Oats

Viele weitere pflanzenbasierte Rezepte findest du auf unserem Rezepte-Blog. Interessante Dokumentation zu dem Thema Ernährung sind “What the Health” und “Forks Over Knives”.

Frau mit Pocket Porridge auf Fahrrad

Unsere Zukunft liegt auf unseren Tellern

Ein Monat vegan sein? Kann man da überhaupt was bewegen? Absolut. Mit diesem Neujahrsvorsatz hat man einen enorm positiven Einfluss auf das Klima.

Joseph Poore von der Oxford Universität sagt sogar in einem Interview mit The Guardian: „Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der beste Weg, um die Umwelt nachhaltig zu entlasten, nicht nur in Bezug auf den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern auch im Hinblick auf die globale Versauerung der Böden, die Überdüngung, die Landnutzung und den Wasserverbrauch. Das hat einen viel größeren Effekt als nicht mehr mit dem Flugzeug zu fliegen oder ein Elektroauto zu kaufen.“

Mit dem TheVeganCalculator kann man die Ressourcen errechnen, die man durch einen Monat Vegansein schont. Ein Monat entspricht laut des Rechners 124.917 l Wasser, 84 qm Waldfläche, 543 kg Getreide, 273 kg CO2 und 30 Tierleben. Das liegt daran, dass die Tierhaltung sehr ressourcen-intensiv ist im Vergleich zum Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln.

Ihr wollt noch mehr zu dem Thema Nachhaltigkeit wissen? Dann schaut doch mal die Dokumentationen “Cowspiracy” und “Seaspiracy”.

Unsere Veganuary Tipps

#1 Werdet euch über euren Impact bewusst

Wenn man eine neue Herausforderung angeht, motiviert es unfassbar, zu wissen, warum man dabei ist. Daher ist es gut, sich darüber bewusst zu werden, was man durch die Teilnahme am Veganuary erreichen kann. Für den Planeten, für die Tiere und für seine Gesundheit.

#2 Seid neugierig und entdeckt Essen neu

Noch nie von Hefeflocken gehört? Dann wird es Zeit, Neues zu entdecken. Das tolle am Vegansein ist, dass man sich intensiv mit Inhaltsstoffen auseinandersetzt und ein neues Bewusstsein dafür entwickelt, was man eigentlich mehrmals täglich zu sich nimmt. Es macht außerdem viel Spaß, sich in der Küche mal wieder richtig auszutoben. Käsesauce aus Blumenkohl? Ja, das schmeckt wirklich voll lecker. Ein kleiner Tipp: Halte Ausschau nach dem Vegan-Symbol – ein super praktisches Hilfsmittel beim Einkaufen, um pflanzenbasierte Produkte schnell zu entdecken.

#3 Führt ein Tagebuch

Ein Journal ist ein gutes Tool, um festzuhalten, wie ihr euch während des Veganuarys gefühlt habt. Dort könnt ihr auch festhalten, welche Rezepte oder Produkte euch gut schmecken. Habt ihr mehr Energie oder vielleicht Gewicht verloren? Schreibt auf, welche Veränderungen ihr in eurem Körper spürt. Es ist dann am Ende der Challenge ein richtig gutes Gefühl, seinen Fortschritt schwarz auf weiß sehen zu können.

#4 Findet einen Vegan Buddy

Noch mehr Spaß macht jede Challenge, wenn man sie gemeinsam durchzieht. So könnt ihr euch gegenseitig inspirieren und motivieren. Auch zusammen essen gehen macht viel mehr Spaß mit einem Vegan Buddy. So könnt ihr euch neue veggie Restaurants zuschicken, die euch ins Auge gefallen sind. Dann könnt ihr jede Woche gemeinsam ein neues plant-based Lokal auschecken.

#5 Hilfreiche Apps

Es gibt zahlreiche Apps, die euch den Veganuary ungemein erleichtern werden. Das sind unsere Must-Have Apps:
- Happy Cow – Vegan Food Near You
- Der vegane Einkaufsguide (PETA Deutschland)
- Feel better | delicioulsy ella
- Yuka – Food & Cosmetic scanner
- PETA Veganstart

#6 Habt Spaß

Last but not least: Habt ganz viel Spaß. Probiert euch aus und findet neue Lieblingsprodukte, die ihr vor dem Veganuary vielleicht noch nie probiert hat. Es dauert nicht lange (man sagt ja 21 Tage), um eine Gewohnheit zu ändern. Wir sind uns sicher, einige Gerichte und Produkte werdet ihr sogar über den Veganuary hinaus in euren Alltag integrieren. Überrascht euch selbst und lasst die Veränderung zu. Wir essen im Durchschnitt dreimal täglich. Wir können uns also mehrmals am Tag dazu entscheiden, etwas Gutes für den Planeten, die Tiere und unseren Körper zu tun. Be the change.

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